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Yogi Bhajan beantwortet Fragen zum wahrnehmenden Menschen im Wassermannzeitalter

Während seines Unterrichts hat Yogi Bhajan oft zu Fragen seiner Schüler eingeladen. Hier sind ein paar Fragen und Antworten zum wahrnehmenden Menschen.

Frage: Wie werden persönliche Beziehungen beeinflusst, wenn man ein wahrnehmender Mensch ist?

Antwort: Wenn wahrnehmende Menschen zusammentreffen, ist die Anziehung zeitlos, grenzenlos und für immer. Nichts kann zwischen sie kommen.

Frage: Ich bin ein Kundalini Yoga Anfänger und ich möchte in jedem Fall ein wahrnehmender Mensch sein. Wo fange ich an?

Antwort: Beginne jeden Tag damit, bewusst zu atmen und den 1-Minuten-Atem zu entwickeln [1].

Frage: Sie haben gesagt, dass Emotionen das Wahrnehmungssystem der Seele sind. Könnten Sie erklären, wie wir unsere Emotionen als Kommunikationssystem unserer Seele benutzen können und nicht als Traumaverursacher?

Antwort: Wenn uns Emotionen leiten, dienen sie uns; wenn wir von ihnen beherrscht werden, zerstören sie uns. Entwickelt euren 6. Sinn während der Meditation, indem ihr euch auf die Nasenspitze konzentriert und die Augen dabei 1/10tel geöffnet habt. Dann kommt alles automatisch.

Frage: Worin liegt der Unterschied zwischen der Tatsache, als wahrnehmender Mensch über die fünf Sinne hinauszugehen und der Tatsache, die Kundalini aufsteigen zu lassen?

Antwort: Die gesamte Kraft des Menschen liegt in seiner Verbindung zum Universum durch die Psyche und den sechsten Sinn. Dies ist die Basis, von der die Kundalini aufsteigt.

Frage: Ich habe einige Jahre sexuell enthaltsam gelebt, bin aber jetzt in einer sehr tiefen Beziehung. Ist es möglich, dass eine sexuelle Beziehung hilft, die Kundalini aufsteigen zu lassen und mich zu einem wahrnehmenden Menschen zu machen?

Antwort: Kundalini Yoga ist ein Yoga für Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen, daher verlangt es keine sexuelle Enthaltsamkeit. Aber man muss eine seriöse, fruchtbare Beziehung führen, die frei von Schuldgefühl ist und in aller Aufrichtigkeit gelebt wird.

© Die Lehren von Yogi Bhajan

Zuvor veröffentlicht in der Aquarian Times im Frühjahr 2003

[1] 20 Sekunden einatmen, 20 Sekunden halten, 20 Sekunden ausatmen; die Atmung erfolgt nur durch die Nase.